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„Energiewende sofort, auch in Schleswig-Holstein“

Der immer schneller voranschreitende Klimawandel bedroht den Erhalt der Lebensgrundlagen weltweit, während die Finanzkrise viele Arbeitsplätze gefährdet. Diese Krisen werden u.a. von den großen Energiekonzernen missbraucht, um in Deutschland den Atomausstieg zu stoppen und eine Vielzahl neuer großer Kohlekraftwerke zu errichten.

Wir halten dagegen fest:
-    Der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke erhöht die technischen Sicherheitsrisiken drastisch, er verschärft mit immer größeren Mengen das nach wie vor ungelöste Atommüllproblem auf Kosten der nächsten Generationen, vergrößert die terroristischen Gefahren und ist kein Beitrag zum Klimaschutz!

-    Der Bau neuer Kohlekraftwerke steigert den Ausstoß gesundheitsschädlicher Schadstoffe und macht es damit unmöglich, die Klimaschutzziele zu erreichen, um die dramatische menschengemachte Erderwärmung möglichst gering zu halten. Wir lehnen die angebliche Lösung der CO2-Abtrennung ab, weil sie zu teuer ist, neue Sicherheitsrisiken bedeutet und viel zu spät kommt.

-    Die Festschreibung der herkömmlichen Großkraftwerksstrukturen auf Jahrzehnte be- und verhindert die erforderliche Energiewende, und wird die Gesellschaft teuer zu stehen kommen.

-    Ein Verharren in der konventionellen Energiewirtschaft gibt Schwellen- und Entwicklungsländern ein falsches Signal! Es wird auch unserer Verantwortung nicht gerecht, die wir als Verursacher des Klimawandels gegenüber den Ländern haben, die schon jetzt besonders unter dem Klimawandel leiden und kaum finanzielle Kapazitäten zur Anpassung haben.

Es gilt, unser eigenes Handeln zu überprüfen.


Dem letzten Bericht des Weltklimarates (IPCC 2007) zufolge kommt der Klimawandel schneller als erwartet. Nur eine konsequente Energiewende ermöglicht die erforderliche Begrenzung der CO2-Emissionen! Der im Auftrag der britischen Regierung erstellte Report (2007) des ehemaligen Vizepräsidenten der Weltbank, Sir Nicholas Stern, kommt zu dem Ergebnis, dass eine schnelle Energiewende nicht nur klimapolitisch erforderlich, sondern auch die volkswirtschaftlich mit Abstand günstigste Alternative ist!
Diese Erkenntnisse gelten nach wie vor, sie gelten global, regional und vor Ort. Und sie gelten gerade auch in Zeiten der Finanzkrise Wir dürfen nicht zulassen, dass ein Spekulantentum mit nicht nachhaltiger Energieerzeugung unsere Umwelt schädigt und unseren Nachkommen eine ruinierte Erde hinterlässt.
 
Wir wollen:

  •  Eine Energiewende, die auf allen Ebenen auf Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien setzt.
  •  Eine Energiewende, die auf eine weitgehend dezentrale Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien setzt.
  • Eine Energiewende, die die damit verbundenen Chancen erkennt und organisiert:
  • Eine Durchsetzung und Erreichung der Klimaschutzziele
  • Möglichst schnelle Unabhängigkeit von fossilen Energierohstoffen
  • Zusätzliche Arbeitsplätze durch Klimaschutz, erneuerbare Energien, Energieeinsparung, Energieeffizienz, sowie regionale Wertschöpfung

Wir fordern daher:

  1. Kein Ausstieg aus dem Atomausstieg!
  2. Kein Neubau großer Kohlekraftwerke!
  3. Mobilisierung aller Energieeinsparpotenziale!
  4. Mobilisierung aller Effizienzpotenziale, so den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung!
  5. Ausbau und Nutzung der Erneuerbaren Energien im Strom- und Wärmesektor!
  6. Politische Maßnahmen und Gesetze, die auf Bundes- und Landesebene die Energiewende so voranbringen, wie wir es unseren Kindern schuldig sind!


Hier können sie selbst aktiv werden und unterschreiben >>


Den Aufruf unterstützen:

Verbände, Bürgerinitiativen und Unternehmen

AbL e.V., Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in SH
ANU, Landesverband Hamburg e.V. (Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung)
Attac SH
Basisgemeinde Wulfshaben
Brot für die Welt
BUNDjugend SH
ALSE GmbH
Artefact
BALTICSOLAR GmbH
BiGKU, Bürgerinitiative Gesundheit Klimaschutz Unterelbe in Steinburg
BUND Landesverband Schleswig-Holstein
Bürgerinitiative gegen das CO2-Endlager Nordfriesland/Schleswig-Flensburg
"Bürgerinitiative für umweltfreundliche Energieerzeugung in Kiel und Umgebung- Kein
Kohlekraftwerk in Kiel"
Eine Welt Netzwerk Hamburg
Evangelischer Entwicklungsdienst
GEO Gesellschaft für Energie und Oekologie mbH (Marten Jensen)
Initiative Mahnwache Brokdorf
Klimabüro Küstenpower c/o Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein
Landesumweltschutzverband Schleswig-Holstein
NABU Schleswig-Holstein
S.A.T., Sonnen-& Alternativtechnik GmbH & Co. KG
UmweltHaus am Schüberg des Kirchenkreises Hamburg-Ost
W.I.R., Wählerinitiative für reelle Politik in Brunsbüttel
Diakonisches Werk Schleswig-Holstein
Energie- und Umweltgruppe Blumenthal
FRANCKENBERG KOMMUNIKATIONS-DESIGN
Haustechnik für Energiesparer, Westerbergen
"Kieler Gruppe der IPPNW (Int. Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs/Ärzte für soziale
Verantwortung)"
LNV (Landesnaturschutzverband SH)
NaturFreunde Schleswig-Holsteins
Solarthermie Direkt GmbH
Verein "Energietisch-Lübeck" (Jürgen Heinrich)
Zukunftsrat HH

Parteien und Parteijugenden

Bündnis 90 / Die Grünen, Landesverband SH;
Grüne Jugend SH;
Jungsozialisten, Landesverband SH
SPD Schleswig-Holstein

Einzelpersonen:

Arno Asmus, Wallsbüll
Johannes Beisiegel, Kiel
Dr. Claudia Bielfeldt, Kiel
Herr Sven Bohl, Leck
Tobias Bohl, Westerland
Stefan Bolln, Sprecher umWeltforum SPD SH
Carl-Heinz Christiansen, Risum-Lindholm
Evelyn Deichsel, Norderstedt
Anke Dreckmann, Brunsbüttel
Hanno Fecke, Geschäftsführer Messe Husum Wind
Ekke und Hanna-E. Fetköter, Atomkraftgegner, Uelvesbüll
Marika Fiedler, Kiel
Marlies Fritzen, Stockelsdorf
Klaus Georg, Dänischenhagen
Astrid Güthe, Dipl. Ing., Bordesholm
Robert Habeck, Autor
Bettina Hagedorn, MdB
Sylvia Hansen, Bildungsstelle Nord der ev.-luth. Kirche
Monika Heinold, MdL
Jürgen Heinrich, Lübeck
Manfed Hellberg, Lübeck
Karina Hennecke, Dipl-Geogr., Blumenthal
Karl-Martin Hentschel, MdL
Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Flensburg
Dr. Rolf Huster, Physiker, Meldorf
Karl-Christoph Jensen, Brodersby
Hans-Peter Jessen, Tarp
Elke Körner, Kiel
Christel Konert, Rendsburg
Eckart Kuhlwein, Ammersbek
Fritz Laß, Schleswig
Gisela Lentz, Giekau
Doris Lorenz, Kiel
Hans-Jörg Lüth, Bordesholm
Sybille Macht-Baumgarten, Mönkeberg
Martin Maier-Walker, Bredstedt
Dr. Birgit Malecha-Nissen, Energiebüro, SPD-Bundestagskandidatin
Rolf Martin, Ökumenische Arbeitsstelle des ev.-luth. Kirchenkreises Hamburg-Ost
Detlef Matthiessen, MdL
Kerstin Mock-Hofeditz, Husum
Konrad Nabel, MdL
Ingrid Nestle, Spitzenkandidatin der Grünen Schleswig-Holstein zur Bundestagswahl
Gudrun Nolte-Wacker, Kiel
Wolfgang Paulsen, Hattstedt
Peter Petersen, Propst Kirchenkreis Plön-Bad Segeberg
Dr. Walther Petersen-Andresen, Dagebüller Nationalpark Wattführer
Dr. Sonja Peterson, Leiterin des Forschungsbereichs "Umwelt und natürliche Ressourcen“, am Institut für Weltwirtschaft
Marina Quoirin-Nebel, Barmstedt
Eckard Reese, Bürgermeister Gemeinde Schacht Audorf
Ulrike Rodust, MdEP
Agnes Sander, Ammersbek
Pastor Dr. Thomas Schaack, Umweltbeauftragter der Nordelbischen Kirche
Anja Schröder, Kiel
Olaf Schulz, energiepolitischer Sprecher Landtagsfraktion SPD
Prof. Dr. Dr. h.c. Udo E.Simonis, Kiel
Dr. Marianne Subklew, Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche Arbeitsstelle "Gewalt
überwinden"
Petra Thobaben, Landespastorin
Gesa Tralau, Kandidatin zur Bundestagswahl SPD SH
Willi Voigt, Kiel
Jürgen Vollbrandt, Geesthacht
Ole Garcia Wilke, Oelixdorf
Lutz Wiederholz, Reinbek/ Wentorf
Dr. Ulrich Wollenteit, Rechtsanwalt, Hamburg



Die Temperaturen steigen: Regisseur Nic Balthazar gelingt es, am Strand von Ostende die Dramatik des Klimawandels darzustellen. Dieser Film hinterlässt eine Gänsehaut.

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